Kommentar zur Jahresrechnung 2025
Das Geschäftsjahr 2025 endete mit dem drittbesten Ergebnis in der Geschichte der FKB und einem Reingewinn von 154,0 Millionen Franken. Nachfolgend werden die wichtigsten Posten der Erfolgsrechnung, der Bilanz und der Geldflussrechnung, anhand derer sich diese Entwicklung erklären lässt, erläutert.
Zahlen in Kürze
Die Bilanzsumme belief sich im Jahr 2025 auf 29,5 Milliarden Franken, was einer Zunahme von 0,8 Milliarden Franken oder 2,7% entspricht.
Bilanz
Bilanz in Kürze
| 2025 | 2024 | Veränder- ung in % | |
|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 29'482'297 | 28'700'190 | +2,7 |
| Kreditausleihungen | 24'272'408 | 23'510'029 | +3,2 |
| Finanzanlagen | 1'238'589 | 1'425'603 | -13,1 |
| Kundengelder | 17'453'937 | 16'983'336 | +2,8 |
| Eigenmittel (nach Gewinn- verwendung) | 2'731'333 | 2'627'821 | +3,9 |
Die Bilanzsumme belief sich im Jahr 2025 auf 29,5 Milliarden Franken, was einer Zunahme von 0,8 Milliarden Franken oder 2,7% entspricht.
Diese Entwicklung ist auf das anhaltende Wachstum der Kundenausleihungen von 0,8 Milliarden Franken oder 3,2% zurückzuführen. Allein die Hypothekarforderungen überstiegen 20 Milliarden Franken und belaufen sich auf 20,6 Milliarden Franken.
Die Kundengelder – alle Anlageformen zusammen – stiegen um 0,5 Milliarden Franken auf 17,5 Milliarden Franken.
Flüssige Mittel
Gestützt auf Artikel 13 und folgende der Verordnung vom 18. März 2004 zum Bundesgesetz über die Schweizerische Nationalbank beläuft sich der Monatsdurchschnitt der erforderlichen Liquidität für die Referenzperiode vom 20. Dezember 2025 bis 19. Januar 2026 auf 507,8 Millionen Franken. Im Dezember 2025 beträgt der Tagesdurchschnitt 4’030,1 Millionen Franken, was einem Überschuss von 3’522,3 Millionen Franken gegenüber dem erforderlichen Betrag entspricht.
In Sachen Liquiditätsreserven beträgt die kurzfristige Liquiditätsquote (LCR) gemäss Basel III-Vorschriften 155% und liegt damit deutlich über der regulatorischen Grenze von 100%.
Entwicklung der Bilanz 2015–2025
Aktiven
Die Forderungen gegenüber Banken, die hauptsächlich aus kurz- und mittelfristigen Anlagen bestehen und bei Banken erster Bonität angelegt wurden, belaufen sich auf 0,1 Milliarden Franken.
Ende 2025, wie auch Ende 2024, enthält die Bilanz keine Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (Reverse-Repo-Geschäfte).
Die Kreditausleihungen, nach Verrechnung der Wertberichtigungen für Ausfallrisiken, steigen um 0,8 Milliarden Franken auf 24,3 Milliarden Franken (+3,2%).
Die Hypothekarforderungen nehmen um 0,8 Milliarden Franken auf 20,6 Milliarden Franken zu (+3,9%). Die anderen Kreditausleihungen belaufen sich auf 3,7 Milliarden Franken.
Die Wertberichtigungen für Ausfallrisiken werden von den entsprechenden Bilanzpositionen abgezogen. Ende 2025 belaufen sie sich auf 243,8 Millionen Franken.
Aufteilung der Aktiven in %
Die Finanzanlagen belaufen sich in der Bilanz auf 1,2 Milliarden Franken. Sie setzen sich aus Titeln zu Anlage- und Liquiditätszwecken (über 99%), den Edelmetallen und den aus dem Kreditgeschäft übernommenen und zur Veräusse- rung bestimmten Liegenschaften zusammen.
Die Sachanlagen, welche sich hauptsächlich aus den Bankliegenschaften zusammensetzen, belaufen sich nach Abschreibungen auf 91,2 Millionen Franken.
Passiven
Auf der Passivseite bleibt das Total der Verpflichtungen gegenüber Banken stabil bei 1,3 Milliarden Franken.
Ende 2025 enthält die Bilanz keine Verpflichtungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften.
Die Kundeneinlagen steigen um 0,5 Milliarden Franken auf 17,5 Milliarden Franken.
Kassenobligationen steigen um 16,8% auf 0,5 Milliarden Franken.
Die Anleihen und Darlehen der Pfandbriefzentrale belaufen sich auf insgesamt 7,8 Milliarden Franken. Im Jahr 2025 gab die Bank drei neue Obligationsanleihen von 485,0 Millionen Franken aus und zeichnete bei verschiedenen Emissionen der Pfandbriefzentrale der Kantonalbanken einen Betrag in der Höhe von insgesamt 203,0 Millionen Franken. Im gleichen Zeitraum wurden Anleihen der Pfandbriefzentrale der Kantonalbanken über 350,0 Millionen Franken und Obligationsanleihen über 313,0 Millionen Franken zurückbezahlt.
Die Rückstellungen umfassen die Beträge zur Abdeckung der Geschäfts- und Ausfallrisiken auf Ausserbilanzgeschäften. Sie belaufen sich auf 8,2 Millionen Franken gegenüber 11,8 Millionen Franken Ende 2024.
Die Reserven für allgemeine Bankrisiken, die als Eigenmittel gelten, wurden durch eine Zuweisung von 25 Millionen Franken aufgestockt. Sie erreichen 807,0 Millionen Franken.
Aufteilung der Passiven in %
Eigenmittel
Die Eigenmittel setzen sich aus dem Dotationskapital, der gesetzlichen Reserve und den Reserven für allgemeine Bankrisiken zusammen. Das Dotationskapital im Betrag von
70 Millionen Franken, welches seit 1981 nicht mehr verändert wurde, wird vollständig vom Kanton Freiburg bereitgestellt.
Aufteilung der Eigenmittel in % nach Gewinnverwendung
Nach Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken und Gewinnverteilung erhöht sich das gesamte Eigenkapital um 103,5 Millionen Franken auf die Schwelle von 2,7 Milliarden Franken. Die CET1-Kennzahl (Common Equity Tier 1 oder harte Eigenkapitalquote) steht bei 18,02%. Die FKB erfüllt somit die Mindestanforderungen ausreichend.
Entwicklung der Eigenmittel 2015–2025
Erfolgsrechnung
Die FKB verzeichnete ein gutes Geschäftsjahr 2025 mit dem drittbesten Ergebnis ihrer Geschichte. Dank dieses Ergebnisses kann die FKB 75,5 Millionen Franken an den Kanton ausschütten. Unter Berücksichtigung der an den Kanton, die Gemeinden und die Pfarreien gezahlten Steuern werden 84,2 Millionen Franken an die öffentlichen Körperschaften des Kantons gezahlt.
Diese Ergebnisse ermöglichen der FKB auch, ihre Eigenkapitalbasis zu stärken. Das Eigenkapital konnte somit mit einer Zuweisung von 25,0 Millionen Franken an die Reserven für allgemeine Bankrisiken und von 82,5 Millionen Franken an die Gewinnreserve gestärkt werden.
Diese Entwicklung bestätigt die starke Marktposition der FKB, indem sie einen kundennahen Service und eine entscheidende und nachhaltige Unterstützung für die Wirtschaft des Kantons bietet und gleichzeitig eine sehr gute operative Rentabilität erzielt.
Aufteilung des Geschäftsertrages in %
Geschäftsertrag
Das Total des Geschäftsertrages beläuft sich 333,8 Millionen Franken, was einem Rückgang von 60,8 Millionen Franken (-15,4%) entspricht.
Zinsengeschäft
Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft, der Haupt-ertragsquelle der Bank, beträgt 305,5 Millionen Franken, was einem Rückgang von 46,3 Millionen Franken entspricht. Dieser erklärt sich durch die bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hinterlegten Liquiditätsreserven, deren Verzinsung innerhalb von zwei Jahren von 1,75% auf 0% herabgesetzt wurde. Nach Abzug der Wertberichtigungen für Ausfallrisiken beträgt der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft 267,2 Millionen Franken.
Die Zinserträge machen 80% der gesamten Erträge aus.
Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft
Das Ergebnis aus Kommissions- und Dienstleistungsgeschäften sowie der Vermögensverwaltung steigt deutlich um 3,5 Millionen Franken auf 45,9 Millionen Franken (+8,3%).
Erfolg aus dem Handelsgeschäft
Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, welcher hauptsächlich aus dem Devisen-, Change- und Edelmetallertrag besteht, steigt um 0,4 Millionen Franken auf 12,2 Millionen Franken (+3,5%).
Übriger ordentlicher Erfolg
Der übrige ordentliche Erfolg zeigt einen Ertrag von 8,5 Millionen Franken auf, gegenüber 4,1 Millionen Franken im Vorjahr.
Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand beträgt insgesamt 140,2 Millionen Franken, was einem Zuwachs von 8,6 Millionen Franken bzw. 6,5% entspricht. Damit liegt er im Rahmen der Budgetvorgaben und unterstreicht einmal mehr die Bereitschaft, in die Zukunft zu investieren. In diesem Sinne hat die Bank ihren Personalbestand beträchtlich erweitert. Ausserdem hat sie die Modernisierung ihres Hauptsitzes und ihres Niederlassungsnetzes vorangetrieben und verstärkt in Innovationen, die Digitalisierung und die Vereinfachung von Prozessen investiert.
Das Kosten-Ertrags-Verhältnis nach Abschreibungen steigt auf 45,0% gegenüber 35,3% im Vorjahr.
Aufteilung des Geschäftsaufwands in %
Ergebnisse
Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen belaufen sich auf insgesamt 10,2 Millionen Franken gegenüber 26,7 Millionen Franken im Vorjahr.
Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste
Die positive Veränderung der Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie der Verluste beläuft sich auf 4,3 Millionen Franken gegenüber 0,1 Millionen Franken im Jahr 2024.
Geschäftserfolg
Der Geschäftserfolg beläuft sich insgesamt auf 187,8 Millionen Franken, was einem Rückgang von 48,8 Millionen Franken bzw. 20,6% entspricht.
Steuern
Die Gemeinden erhalten 3,5 Millionen Franken, die Pfarreien 0,4 Millionen Franken und der Kanton 4,8 Millionen Franken.
Jahresgewinn
Nach einer Zuweisung von 25,0 Millionen Franken an die Reserven für allgemeine Bankrisiken beläuft sich der Gewinn auf 154,0 Millionen Franken, was einem Rückgang von 9,7 Millionen Franken (-5,9 %) entspricht.
Entwicklung der Resultate 2015–2025
Gewinnverwendung
Anlässlich seiner Sitzung vom 5. Februar 2026 hat der Verwaltungsrat über die vorliegende Jahresrechnung beschlossen. Er schlägt für das Geschäftsjahr 2025 folgende Gewinnverwendung vor:
Gewinnverwendung
| Jahresgewinn | 154'011'895 |
|---|---|
| Gewinnvortrag | 4'820'761 |
| Bilanzgewinn | 158'832'656 |
| Gewinnverwendung | |
| Abgeltung der Staatsgarantie | 30'000'000 |
| Verzinsung des Dotationskapitals | 38'000'000 |
| Zusätzliche Zahlung an den Kanton | 7'500'000 |
| Zuweisung an die allgemeine gesetzliche Reserve | 82'500'000 |
| Gewinnvortrag | 832'656 |
Entwicklung der jährlichen Überweisung (inkl. Steuern) an den Kanton 2015–2025
Die Bank dankt ihren Kundinnen und Kunden für ihr Vertrauen und ihre Treue. Sie verpflichtet sich, ihre Servicequalität noch weiter zu verbessern.
Im Namen des Verwaltungsrates: A. Geissbühler, Präsident
Im Namen der Generaldirektion: D. Wenger, Präsident